Vorgeschichte

Als Kind bereits mit dem Modellbahn-Virus infisziert, hatte ich später die "Krankheit" viele Jahre unter Kontrolle. Die erste Anlage auf Kibri-Fertiggelände wurde im spätjugentlichen Alter zugunsten des Erwerbs eines voll krassen HiFi-Verstärkers verhökert, womit ich als clean galt.

Über 20 Jahre später musste mein damals fünfjähriger Sohn als Alibi für den Erwerb einer Märklin Startpackung herhalten. Da ich ja auch mitspielen wollte, kam bald eine zweite Startpackung für den Papa mit dazu. Damit begann eine Zeit des unbetrübten Teppichbahnings - noch in der viel zu kleinen Mietwohnung.

Später wurde dann ein Haus gebaut und mit diesem kamen die Träume von einer stationären Anlage. Dafür wurde der ganze Dachboden verplant, welcher trotz der sehr geringen Höhe viel Platz versprach.

Nennen wir das Ganze einfach mal "Gescheitertes Projekt 1"

Modelleisenbahn auf dem Dachboden

Das Planen der eigenen Modelleisenbahn ist manchmal gar nicht so einfach. Zuerst muss einmal der passende Raum gefunden werden. Ist der Platz für das Hobby aufgespürt, sind damit meistens schon viele Rahmenbedingungen vorgegeben. Die für die Anlage nutzbare Fläche kann zum Beispiel durch verschiedene Faktoren eingeschränkt werden.

Im vorliegenden Fall handelt es sich um den Dachboden eines Einfamilienhauses. Dieser erscheint auf den ersten Blick sehr gross, bietet aber wegen der Fehlenden Raumhöhe gar nicht soviel Platz. Daher muss die Anlage relativ tief über dem Fussboden angeordnet werden. Die Ebene mit den Bahnhöfen kommt auf ca. 70 cm ab Boden zu liegen. Dies, obwohl sämtliche Hinweise und Warnungen missachtend, gerademal 11 cm an Höhe pro Ebene vorgesehen wurde.

Kalter Kaffee!

Tja, wie das Leben so spielt... Das "schöne Projekt" hatte sich schnell in Luft aufgelöst. Eher richtig formuliert wäre: Die Kostenschätzung für die Realisierung des Luftschlosses ging locker in die sechsstelligen Beträge. So kommt es, dass ausser der tollen 3D-Darstellung mit Wintrack nichts von der Anlage realisiert wurde.

Daher startete ich die Planung einer "einfachen" Rechteckanlage, welche aber schlussendliche das gleiche Schicksal erlitt, wie das erste Projekt. Der Vollständigkeit halber habe ich hier mal die WinTrack Gleispläne und ein paar Screenshots aufgeführt.

Nachdem ich meine Hirngespinnste abgeschüttelt hatte und den Blick für das finanziell Machbare geschärft hatte, gelang ich zur Erkenntnis, dass ich, wenn alles perfekt sein muss, nie zu einer Auslaufzone für meinen Fuhrpark kommen würde. So hatte ich spontan beschlossen einfach und "planlos" drauflos zu bauen.

Daher waren ab sofort Module mit der Abmessung von 60 x 150 cm die erste Wahl. Nr. 1 war auch bald soweit gediehen, dass ich es wagen konnte ein Bild davon ins Netz zu stellen. Natürlich wurde dabei das Chaos in meinem Bastelraum diskret wegretuschiert!