Bahnsteig mit Spörle Formen - Teil 1
Der Bansteig meines kleinen Bahnhofs sollte aus Spörle-Formen entstehen. Ich bin schon seit ich die Formen habe ab Abgüsse erstellen, bei über 2 Meter Länge, braucht das schliesslich einige Teile!
Ich wollte, dass der Unterbau des Bahsteigs stabil wird. Schliesslich muss darauf allerlei befestigt werden können. Neben Bahnsteigüberdachung gehören auch Bahnsteigleuchten zu den Teilen, welche stabilen Halt benötigen. Darum habe ich den Unterbau aus 8 mm MDF ausgesägt.
Zuerst wurde aber eine Papierschablone erstellt. Dafür wurden einige A4-Blätter mit Tesa-Film zusammengeklebt und mit einer Reihe Pinwandnadeln festgesteckt. Nun konnte die Kontur mit einem Stift aufgezeichnet werden.

Das Papier für die Papierschablone ist mit Nadeln festgepinnt.

Die zurechtgeschnittene Papierschablone.
Die Schablone wird mit dem Bastelmesser ausgeschnitten und mit etwas Sprühkleber auf die MDF-Platte geklebt. So kann man bequem den Grundkörper für den Bahnsteig mit der Stichsäge aussägen.

Die beiden aus MDF-Paltte ausgesägten Teile des Bahnsteigs.
Aufgrund der Länge, musste ich den Bahnsteig aus zwei Teilen anfertigen. Damit sich später der Bahnsteig an der Stosskannte nicht verwerfen kann, sägte ich mit der Stichsäge in beide Teile zwei Schlitze. In diesen verklebte ich zwei Kiefernleistchen mit schnällhertendem Epoxyd-Harz (DEVCON). Damit das Ganze nicht dort festklebt, wo es nicht sollte, wurde die Klebestelle mit einer Lage Frischhaltefolie umwickelt.

Hier ist die Verbindung während des Aushärtens des Klebers in der "Presse".

Nochmals die Verbindungsstelle. Hier schon mit den Verbreiterungsstreifen aus Balsaholz.
Der Bahnsteig wurde dann zwischen den Schienen ausgerichtet. Nun bohrte ich einige 2 mm Löcher durch den Bahnsteig in die Grundplatte und steckte Stahlstifte hindurch. So konnte der Bahnsteig immer wieder in der exakten Position aufgelegt werden.
Im nächsten Schritt klebte ich mit Weissleim 5 mm dicke Balsaholzleisten auf. Dies war nötig, weil ich Depp die 4 mm Dicke der Bahnsteigkannten sowohl beim Messen wie auch später beim Aussägen der Teile abgezogen hatte. Frei nach dem Motto: "Jetzt habe ich schon 3 x abgeschnitten, und es ist immer noch zu kurz!"
In den Grundkörper wurden noch Ausschnitte für zwei Signale und die Unterführung gesägt. Für die beiden vorgesehen Absenkungen in der Bahnsteigkante wurde der Grundkörper entsprechend beschliffen.

Absenkung in der Bahnsteigkante.

Der Bahnsteig mit angeklebten Streifen auf 5 mm dickem Balsaholz.
Als nächstes machte ich einige Tests mit Loks und Wagen. Diese zeigten auf, wo die Bahnsteigkante noch zu nah am Gleis war. Dank des Balsaholzstreifens konnte ich das einfach mit abschleifen der betroffenen Stellen korrigieren.

Uiiii! Das wird ganz schön eng! Sieht aber gut aus!

Schwere Güterzuglog der Br 45: Passt!

Auch die Mallet geht da durch!

Auch der Sechskuppler bleibt nicht hängen!
Jetzt wurde der Grundkörper mit einigen Schrauben auf der Grundplatte befestigt. Dank der 2 mm Passlöchern fanden Die Schrauben den Weg wie von selber. Die weitere Bau-Idee ist, den Grundkörper zuerst mit dem Boden zu versehen, die Platten auf Kontur zu schleifen um danach die Bahnsteigkanten anzubringen. Deshalb kamen nun die Abgüsse der Spörle-Formen mit der Struktur quadratischer Platten zum Einsatz. Ich hatte immerhin 8 Stück davon auf Lager, aber es reichte natürlich nicht! Darum ist der Bahnsteig noch nicht auf ganzer Länge mit Platten belegt.

Erste Teile aus Spörle-Formen sind verlegt.

Ein Ausschnitt für das Ausfahrsignal von Gleis 2.

Die zwei letzten vorhandenen Teile kurz vor dem Auflegen auf's Leimbett.
Sobald ich mehr Teile gegossen habe und der Bau des Bahnsteigs weitergeht, werde ich hier wieder davon berichten.
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